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Überdüngung Grow [Ratgeber 2022]

Der Anbau von eigenem Cannabis ist für viele die günstigste Möglichkeit, an ihre Medizin bzw. an ihr Lieblingskraut zu gelangen.

Ein großes Problem kann die Überdüngung bei deinem Grow darstellen, da viele unerfahrene Grower meinen, viel Dünger helfe viel.

Tatsächlich ist es beim Cannabis Growing jedoch so, dass oft weniger mehr hilft.

Stecklinge überdüngen – der häufigste Fehler

Ganz wichtig: Befindet sich deine Pflanze noch in der Anzuchtphase, ist sie also ein Steckling, darfst du ihr keinerlei Dünger zuführen.

Achte auch darauf, dass die Erde, in welcher du den Steckling hast, nicht vorgedüngt ist.

Externe Nährstoffe braucht der Steckling erst dann, wenn sich das erste charakteristische Fünffinger-Blattpaar ausgebildet hat.

Rund 5 bis 10 Tage nach Keimung ist das in der Regel der Fall.

Verwendest du einen organischen Dünger, kannst du diesen kurz vor dem Ausbilden des Blattpaares einsetzen.

Die Nährstoffe organischer Dünger brauchen ein wenig, um für die Pflanze verfügbar zu werden. Die mineralischen Dünger kannst du jedoch erst hinzufügen, wenn sich das charakteristische Hanfblattpaar gut ausgebildet hat.

Oft steht dabei auf den jeweiligen Düngern, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Ggf. topfst du deine Pflanze einfach nach erfolgreicher Anzucht in vorgedüngte Erde um. Achte dann wieder darauf, die Umtopfung durchzuführen, wenn sich das Hanfblattpaar bereits gut ausgebildet hat.

Woran du Hanf Überdüngung erkennen kannst

Eine Überdüngung zu erkennen, ist nicht einfach.

In der Regel äußert sich eine Überdüngung durch den berühmten Nährstoffbrand.

Mineralien und Nährstoffe kristallisieren hier in den Rändern und Spitzen der Blätter. Diese verfärben sich dementsprechend und verhärten.

Es bilden sich gelbe oder braune Spitzen und Ränder an den Blättern. Häufig rollen sich die Blattspitzen ein und die Verfärbung verläuft langsam aber sicher immer tiefer in Richtung Blattmitte.

Da die Mineralien (vorwiegend auf Basis von Stickstoff) kristallisieren, lassen sich bei heftigen Fällen die Kristalle mit dem bloßen Auge erkennen.

Typische Symptome sind also zusammengefasst:

  • Nährstoffbrand
  • Braune Spitzen und Ränder der Blätter, die sich immer weiter ausbreiten
  • Dunkelgrüne Verfärbungen, die sich ausbreiten
  • Die Blattspitzen- und -ränder rollen sich nach oben ein
  • Pflanzenteile verfärben sich ggf. lila

4 typische Ursachen der Überdüngung

Die Ursachen für Überdüngung können mannigfaltig sein.

Da man in der Regel den Mengenanweisungen auf den Düngern folgt, ist die bloße Zugabe von zu viel Dünger meistens nicht das Problem.

pH- und EC-Wert

Ist der pH-Wert falsch eingestellt, kann die Weiterverarbeitung von Nährstoffen innerhalb der Pflanze darunter leiden.

Das kann zum bereits genannten Nährstoffbrand führen.

Verwendest du mineralische Dünger, solltest du den pH-Wert des Drains messen.

Gieße also deine Pflanze und messe den pH-Wert vom Wasser, welches unten wieder aus der Erde läuft.

Bei einem Grow auf Erde sollte der Wert zwischen pH 6 und 7 liegen, bei Hydrokulturen zwischen 5,5 und 6,5.

Anschließend kannst du pH-Plus und pH-Minus Präparate verwenden, um den Wert deines Gießwassers entsprechend anzupassen.

Bei organischen Grows verwendet man in der Regel keine solchen Präparate, da die biologischen Bestandteile von sich aus eine Pufferwirkung haben, die Grower mit solchen Mitteln quasi nur negativ beeinflussen können.

Der EC-Wert kann dementsprechend auch nur bei mineralischen Grows zu hoch ausfallen.

Der EC-Wert gibt an, wie hoch die Nährstoffdichte bzw. Mineraliendichte im Gießwasser ist.

Ist dieser Wert zu hoch, nimmt die Pflanze Nährstoffe schlechter auf. Prinzipiell kann dabei der EC-Wert zur Ernte hin größer werden als zu Anfang.

Du misst diesen Wert, indem du das EC-Messgerät in das Gießwasser steckst.

Um nun herauszufinden, welcher EC-Wert angesagt ist, musst du Tabellen betrachten, die Medium, Growphase und Lebzeit der Pflanze berücksichtigen.

Grower beheben das Problem des zu hohen EC-Werts, indem sie die Pflanze und das Medium spülen.

Stell die Pflanze dazu bestenfalls in die Dusche und lass die Erde 2 – 3 Male komplett mit Wasser durchlaufen.

Anschließend fängst du an, bei rund der halben Dosierung des Düngers wieder einzusteigen und die Menge langsam zu erhöhen.

Wichtig ist, dass du bei der Erhöhung der Düngermenge nach Symptomen der Überdüngung Ausschau hältst.

Grow Medium

Beim Medium solltest du einfach aufpassen, keinen minderwertigen Schrott angedreht zu bekommen.

Günstige Grow Erde verfügt über Mineralstoffe, die den Cannabispflanzen kaum zugänglich gemacht werden können.

Hast du den Fehler begangen, solche Erde zu verwenden, musst du diese wie oben beschrieben ausspülen und anschließend ganz leicht mineralisch andüngen.

Umtopfungen

Nach der Anzucht Phase muss man in der Regel den Steckling umtopfen.

Dabei topfen sie die meisten in Erde um, welche vorgedüngt ist.

Pass hier auf, da wie oben gesagt, Stecklinge sehr schnell überdüngen.

Treten nach dem Umtopfen also Symptome der Überdüngung auf, hast du die Pflanze zu früh umgesiedelt.

Verbessert sich ihr Zustand nicht und nach 1 – 2 Wochen werden die Symptome zu stark, so hilft nur noch das Spülen der Erde.

Zu viel Dünger

Neben diesen Faktoren kann natürlich die Zugabe von zu viel Dünger das Problem sein.

Dieser Fall tritt besonders oft bei Autofloweringsorten ein, da diese im Vergleich zu normalen Sativa oder Indica Pflanzen kleiner sind und nicht so viele Nährstoffe benötigen.

In der Regel empfehlen sich 50 % der normalen Dosierung.

Bemerkst du Anzeichen einer Überdüngung, kannst du die Erde spülen.

Anschließend gilt es wieder, leicht mit der Düngung einzusteigen.

Gegebenfalls kannst du bei Symptomen einer Überdüngung auch aufhören, für rund eine Woche zu düngen.

Gehen die Symptome von sich aus zurück, kannst du dir das Spülen sparen.

Wie gegen Überdüngung vorgehen?

Wie soeben gesehen, gibt es grundsätzlich vier Ursachen für die Überdüngung.

Gegen sie alle hilft, die Erde durchzuspülen. Dadurch wäscht man ganz einfach die überschüssigen Nährstoffe raus und ermöglicht damit der Pflanze zu leben.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf den pH-Wert gelegt werden, da ein falsch eingestellter pH-Wert die biochemischen Prozesse innerhalb der Pflanze stört.

Auch bei angemessener Düngung können da die komischsten Symptome in Erscheinung treten.

Das Spülen hilft allerdings vorrangig bei mineralischen Düngern.

Dann entscheidest du nämlich selber, welche Nährstoffe du der Pflanze gibst und musst dementsprechend welche entfernen.

Bei der organischen Düngung nehmen die biochemischen Prozesse die feinmechanischen Einstellungen vorweg.

Wenn du also organische Erde einmal richtig gespült hast, ist das mikrobiologische Leben darin zerstört, weshalb du mit mineralischen Düngern fortsetzen musst.

Mangelerscheinungen und Überdüngung zur selben Zeit?!

Wer sich über Unterdüngung informiert, wird von zahlreichen Mangelerscheinungen mitbekommen haben.

Spannend ist die Tatsache, dass Mangelerscheinungen und Symptome der Überdüngung zur selben Zeit auftreten können.

In der Regel hängt das mit dem pH-Wert zusammen.

Typisch ist beispielsweise, dass eine Pflanze durch Stickstoffüberdüngung typische braune und eingerollte Blattspitzen vorweist (Nährstoffbrand).

Gleichzeitig lassen sich an manchen Pflanzen gelbe Verfärbungen in den Blattadern erkennen, zusammen mit rötlichen Punkten auf den Blättern.

Die Symptome abgesehen vom Nährstoffbrand weisen auf Nährstoffmängel hin.

Die Mangelerscheinungen wurden dabei von der Überdüngung ausgelöst.

Durch die Überdüngung kristallisierten sich zahlreiche Mineralien und Salze in den Blättern aus.

Das hat selbstverständlich den pH-Wert des Mediums verändert.

Die genannte Pflanze befand sich nun in einem hydroponischen System: Hier fehlt die pH-Pufferwirkung, die man von biologischen Erde-Systemen kennt.

Folglich kann sich die Pflanze nicht selbst helfen und Symptome der Überdüngung und Unterdüngung treten zur selben Zeit ein.

Hierbei handelt es sich um einen induzierten Mangel.

Growst du auf Erde und dieses Phänomen tritt ein, so hast du vermutlich sehr minderwertige Erde gekauft.

Prävention gegen Überdüngung

Die beste Erfahrung machst du mit deinem Grow, wenn du eine Überdüngung weitestgehend vermeidest.

Der erste Schritt besteht darin, die richtige Dosierung des Düngers zu wählen.

Bedenke, dass Hersteller von Düngemitteln in der Regel zu hohe Dosierungen auf der Packung angeben, damit du möglichst schnell neuen Dünger nachholen musst.

Es empfiehlt sich also auch bei normalen Indoor-Pflanzen, erstmal mit 50 % der empfohlenen Dosis einzusteigen.

Machen sich keine Mangelerscheinungen und keine Symptome der Überdüngung breit, kannst du leicht die Menge erhöhen, bis du entsprechende Symptome bemerkst.

Aufpassen solltest du besonders, wenn du Autofloweringsorten verwendest.

Bei diesen kannst du gerne mit einer noch geringeren Menge an Düngemitteln einsteigen.

Nicht zuletzt helfen zahlreiche Rechner im Internet von den Herstellern der Düngemittel.

Bei diesen musst du nur einige Randdaten eingeben und anschließend erhältst du die optimale Düngermenge für deinen Grow.

Solche Rechner empfehlen sich bestens, damit du einen groben Überblick über die Situation bekommst.

Auch muss man klar sagen, dass Probleme der Überdüngung leichter in einem biologischen Medium mit biologischen Düngern behandelt werden können, als wenn du mineralische Dünger verwendest.

Biologische Dünger und Medien helfen sich selber, während du bei mineralischen Düngern alle Fäden in deinen Händen hältst.

Häufige Fragen rund um das Thema „Überdüngung Grow“

Wie erkennt man Überdüngung bei der Hanfpflanze?

Es bilden sich gelbe oder braune Spitzen und Ränder an den Blättern. Häufig rollen sich die Blattspitzen ein und die Verfärbung verläuft langsam aber sicher immer tiefer in Richtung Blattmitte.

Wann soll ich meinen Hanf nicht Düngen?

Wenn deine Pflanzen noch Setzlinge sind solltest du auf keinen Fall düngen. Außerdem solltest du mit dem düngen aufhören wenn du die ersten Symptome wahrnimmst:
Typische Symptome sind:
Nährstoffbrand
Braune Spitzen und Ränder der Blätter, die sich immer weiter ausbreiten
Dunkelgrüne Verfärbungen, die sich ausbreiten
Die Blattspitzen- und -ränder rollen sich nach oben ein
Pflanzenteile verfärben sich ggf. lila

Was tun wenn Pflanzen Überdüngt?

Die einfachste Lösung ist das „spülen“ der Erde. Hier lässt du gießt du 2-3 Mal durch. Das heißt du spülst die Erde mit normalen Leitungswasser damit die Düngung ausgespült wird.

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