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Wie kann man die Growbox Luftfeuchtigkeit erhöhen

Die Luftfeuchtigkeit ist im Growing ein Kernfaktor für den Erfolg der Ernte.

Nicht nur sorgt eine zu hohe Luftfeuchtigkeit schnell für Schimmel und minderwertiges Gras, ist die Temperatur obendrein zu hoch, stirbt die Pflanze schnell ab.

Aus diesem Grund lohnt es sich, mehr zur Luftfeuchtigkeit in Growing zu lernen und insbesondere die Wechselwirkung von der Luftfeuchtigkeit zur Lufttemperatur zu kennen.

Wieso die richtige Luftfeuchtigkeit wichtig ist: Die Folgen

Die Luftfeuchtigkeit gibt an, wie viel Wasser in einer bestimmten Menge Luft gelöst ist.

Es gibt zwei Kennzahlen zur Luftfeuchtigkeit: die absolute und die relative.

Die absolute Luftfeuchtigkeit gibt so an, wie viel Gramm Wasser in einem Kubikmeter Luft gelöst sind.

Die relative Luftfeuchtigkeit gibt den Prozentsatz an, wie viel Prozent der Luft aus Wasser besteht.

Im Growing ist für uns die relative Luftfeuchtigkeit interessant.

Die Luftfeuchtigkeit ist für das Wachstum der Pflanze von hoher Bedeutung.

Unter anderem bestimmt diese maßgebend, wie viel Wasser über die Blätter an die Umwelt wieder abgegeben wird.

Das Verdunsten in den Blättern sorgt dafür, dass neues Wasser mit frischen Nährstoffen aus dem Wurzeln hochgezogen wird.

Es muss also immer eine bestimmte Menge an Wasser aus dem Blätter verdunsten, damit genügend Nährstoffe aus den Wurzeln nachgeliefert werden.

Was passiert bei zu hoher Luftfeuchtigkeit in der Growbox?

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sorgt also schnell für Mangelerscheinungen und Nährstoffmängel, da die Pflanze einfach zu wenig Wasser bzw. Nährstoffe aufnimmt.

Zudem bedingt eine zu hohe Luftfeuchtigkeit schnell Wasserablagerungen an und um der Pflanze. Diese sorgen, aufgrund der hohen Temperaturen, schnell für Schimmel.

Was passiert bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit in der Growbox?

Ist die Luftfeuchtigkeit dem entgegen zu niedrig, führt das oft dazu, dass die Pflanze vertrocknet.

Zu schnell verdunstet das Wasser aus den Blättern, mit dem Gießen kommt man nicht hinterher.

Im selben Zuge kann eine zu geringe Luftfeuchtigkeit für Überdüngungserscheinungen sorgen.

Dann werden zu viele Nährstoffe in die Blätter hochgezogen, sodass sich unter anderem die Stickstoffsalze auskristallisieren und die Blätter damit zerstören.

Der altbekannte Nährstoffbrand wird hiermit sichtbar.

Gut zu wissen:

Ab ca. 70 % Luftfeuchtigkeit können die Aktivkohlefilter deiner Growbox aufhören zu funktionieren.

Der Grund besteht darin, dass die entstehenden Wasserablagerungen die Aktivkohlefilter zerstören, wodurch diese nicht mehr Geruchsstoffe filtern.

Dadurch kann es passieren, dass eine zu hohe Luftfeuchtigkeit für einen Besuch von der Polizei sorgt. Unter anderem für solche Detailfragen ist es also sehr wichtig, die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Wie Bonnie und Clyde

Im Growing von Cannabispflanzen sind die Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein unzertrennliches Paar wie Bonnie und Clyde.

Das wird durch den Mechanismus bedingt, dass warme Luft mehr Wasser speichern kann. Kalte Luft unterdessen speichert weniger Wasser, wodurch sich der Zusammenhang erklärt.

Du kannst also nicht die Temperatur unabhängig von der Luftfeuchtigkeit betrachten.

Du musst immer beide Kennzahlen zurate ziehen.

Tatsächlich ist es auch so, dass die Luftfeuchtigkeit bspw. höher ausfallen kann, wenn dafür die Temperatur ein wenig niedriger ist.

Genauen Aufschluss darüber geben Tabellen, die in der Regel auch berücksichtigen, welchen Strain du angepflanzt hast.

Basics der Luftfeuchtigkeit und Atmosphäre von Growzelten

In Growzelten muss also eine ganz bestimmte Atmosphäre herrschen, was Luftfeuchtigkeit und Temperatur angeht.

Erfahrene Grower neigen dazu, ihren Grow zusätzlich mit Kohlenstoffdioxid anzureichern.

Interessanterweise wechselt die Pflanze jedoch ihre Ansprüche auf Luftfeuchtigkeit und Temperatur, während ihr Lebenszyklus voranschreitet.

Die höchste Luftfeuchtigkeit zusammen mit der höchsten Temperatur ist in der Wachstumsphase gefragt.

Hier sind bis zu 30°C erwünscht und bis zu 70 % Luftfeuchtigkeit.

Weitere Werte kannst du unten der Tabelle entnehmen. Interessant ist jedenfalls noch, dass die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht im Growing nicht mehr als 8°C betragen sollten.

Zu große Schwankungen schaden den Pflanzen.

Behalte ansonsten noch im Hinterkopf, dass während der Blütephase weniger als 50 % Luftfeuchtigkeit gewollt sind, um Schimmel zu vermeiden.

Checke in der Blütephase immer mal wieder deine Pflanzen nach Schimmelstellen ab, besonders an den Blüten.

Zur Ernte solltest du die Luftfeuchtigkeit nochmal möglichst niedriger ansetzen, da dann die Fermentierung und Trocknung der Buds viel einfacher ist.

PhaseLuftfeuchtigkeitTemperatur
Keimung & Anzucht40 – 60 %22 – 26°C
Wachstumsphase45 – 70 %22 – 30°C
Blütephaseunter 50 %18 – 26°C
Ende Blütephaseunter 40 %18 – 26°C
Ideale Temperaturen für deinen Grow

Der perfekte Grow: 3 Tipps

  1. Neben der richtigen Luftfeuchtigkeit solltest du in der Keimung und Anzucht auch für gut feuchte Erde sorgen. Bestens befeuchtet ist die Erde, wenn sie durchgehend feucht ist, ohne allerdings nass zu sein. Gegen Schimmelpilze ist der Samen ziemlich gut abgehärtet, erst wenn der Samen in Wasser steht, besteht akute Gefahr.
  2. In der Wachstumsphase wächst die Schimmelgefahr zusammen mit der Pflanzengröße. Umso größer die Pflanze ist, umso einfacher kann sie schimmeln und umso einfacher versteckt sich dieser Schimmel vor deinen Augen. Über 70 % Luftfeuchtigkeit sind kritisch für die Schimmelbildung.
  3. Das Berühren unterschiedlicher Pflanzenteile kann in der Blütephase für riesige Probleme sorgen. Achte darauf, hier nie über 60 % Luftfeuchtigkeit zu gehen und checke die Pflanzen immer wieder nach Schimmel ab. An den komischsten und verstecktesten Stellen bildet sich dieser in der Regel.

Growing Luftfeuchtigkeit: Cannabisblüten richtig trocknen

Die letzten ca. 10 Tage vor der Ernte sind deine Pflanzen einer sehr hohen Schimmelgefahr ausgesetzt. Achte darauf, die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 % zu belassen.

Ziel ist es nun, dass die Pflanzen möglichst viel Wasser über ihre Blätter abgeben, bevor sie geerntet werden.

Hier baut sich dann unter anderem auch schon Chlorophyll ab, was dem Geschmack deiner Buds zuspielt.

Sind die Pflanze dann geerntet, ist der Rahmen von 50 bis 55 % Luftfeuchtigkeit genau richtig.

Dann trocknen die Blüten nicht so schnell, als dass sie gute Terpene und Geschmacksstoffe verlieren. Sie trocknen allerdings auch nicht so langsam, dass du Wochen auf deine Buds warten musst.

Berühren sollten sich die Blüten im Übrigen bloß nicht, da dann schnell Schimmel entstehen kann. Sehr wichtig ist darüber hinaus eine aktive Luftzirkulation, damit die Buds schön trocknen können.

Wie kann man die Luftfeuchtigkeit in der Growbox erhöhen ?

Um die Luftfeuchtigkeit akkurat zu messen, brauchst du ein Thermometer für die Temperatur.

Die Luftfeuchtigkeit an und für sich wird anschließend mit dem Hygrometer gemessen, du musst beide Zahlen allerdings immer in Relation zueinander setzen.

Hier kannst du auf digitale Kombigeräte setzen, da dir diese oft auch anzeigen, was der höchste bzw. niedrigste Wert in einem bestimmten Zeitrahmen ist.

Am einfachsten erhöhst du die Luftfeuchtigkeit in deinem Growzelt, wenn du nasse Handtücher aufhängst oder offene Wasserbehälter aufstellst.

Gegebenenfalls kann es Sinn machen, diese vor einem Ventilatoren zu platzieren, nötig ist das in der Regel nicht.

Viel kostspieliger sind Luftbefeuchter, diese verdampfen das Wasser und geben den Dampf an die Umwelt ab.

Probiere bestenfalls erstmal in deinem Zelt, mit nassen Handtüchern auszukommen.

Durch die Größe und Schwere der Handtücher entscheidest du, wie viel Feuchtigkeit diese aufnehmen bzw. abgeben.

So senkst du die Luftfeuchtigkeit in der Growbox

Schwerer ist es dem entgegen, die Luftfeuchtigkeit zu senken.

Hier kann es helfen, eine höhere Luftzirkulation anzusetzen.

Schalte die Ventilatoren also eine Stufe höher, vergrößere deine Abluftlöcher oder mache was auch immer du brauchst, um die Luftzirkulation zu erhöhen.

Gegebenenfalls kann auch ein stärkerer Abluftventilator helfen.

Eine einfache Methode ist darüber hinaus das Gießen, direkt nach der Nacht, bevor du das Licht einschaltest. Dann ist die obere Erde so gut wie ausgetrocknet und das frische Gießwasser kann schnell wieder austrocknen.

Diese Feuchtigkeit wird dann sofort durch den Ventilator abgetragen.

Viele Grower haben Probleme mit den Temperaturschwankungen von Tag zu Nacht. In der Nacht kann es bspw. so kalt im Zelt werden, dass Wassertropfen kondensieren.

Wenn du diesen Effekt beobachten kannst, senkst du die Luftfeuchtigkeit, indem du die Nachttemperatur leicht erhöhst.

Teuer aber professionell sind Luftentfeuchter, die sich für typische Amateur-Grower jedoch nicht empfehlen lassen. Probiere es lieber mit der ein oder anderen Hausfrauen-Methode, bis du zu einem teuren elektrischen Geräte greifst.

In der Regel werden die Hausfrauen-Methoden dankbarer sein.

Typische Ursachen von zu hoher Luftfeuchtigkeit

So manche Grower haben Probleme mit der Luftfeuchtigkeit, wissen allerdings beim besten Willen nicht, woher diese kommen.

Probiere in erster Linie, die Methoden zur Erhöhung bzw. Senkung der Luftfeuchtigkeit einzusetzen.

Die nun genannten Aspekte zu berücksichtigen, kann dir jedoch nochmal zur Optimierung des Ertrags helfen.

Die Abluft und die Zuluft sind häufig ein Problem, da man die Systeme einfach falsch einstellt. Achte darauf, dass Abluft und Zuluft aufeinander zugeschnitten abgestimmt sind, was die von ihnen bewegte Luftmenge angeht.

Darüber hinaus sollte die Belüftung bzw. Luftzirkulation im Zelt so angelegt sein, dass sie dem Ab- und Zuluftsystem zuspielen.

Beispielsweise kann ein Fehler daran liegen, dass du die Abluft nicht oben am Dach des Zelts platziert hast, wohin die warme Luft steigt.

Dunkle und feuchte Orte wie Keller eignen sich hervorragend, um den eigenen Grow zu verstecken. Dafür können hier große Probleme entstehen, was die Lufttemperatur und Feuchtigkeit angeht.

Häufige Fragen um Grow Luftfeuchtigkeit erhöhen:

Wie erhöhe ich die Luftfeuchtigkeit in der Growbox?

Die einfachste Variante ist das Aufhängen von nassen Handtüchern oder offenen Wasserbehältern. Andere Möglichkeit ist die Installation eines Luftbefeuchters, dies ist jedoch kostentspieliger.

Wie viel Luftfeuchtigkeit in der Blüte?

In der Blütephase sollte die Luftfeuchtigkeit unter 50% sein, die Temperatur zwischen 18-26 Grad Celisus. Am Ender der Blütephase kannst du die Luftfeuchtigkeit auf unter 40% absenken – die Temperatur solle ebenfalls zwischen 18-26 Grad Celsius liegen.

Wie senke ich die Luftfeuchtigkeit in der Growbox?

Schalte die Ventilatoren eine Stufe höher, vergrößere deine Abluftlöcher um die Luftzirkulation zu erhöhen.
Eine einfache Methode ist darüber hinaus das Gießen, direkt nach der Nacht, bevor du das Licht einschaltest.
Teuer aber professionell sind Luftentfeuchter.

Fazit

Die Luftfeuchtigkeit in Growing ist ein komplexes und problematisches Thema, zumal man immer ein Auge auf die Werte haben muss. Hat man jedoch einmal den Dreh raus, fällt das Umgehen mit diesen Kennzahlen sehr leicht. Darüber hinaus hast du nun ein Werkzeug gegeben, mit dem du den Ertrag deiner Pflanzen massiv optimieren kannst.

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