Growbox Bewässerung

Wie jede andere Pflanze braucht auch Cannabis Wasser zum Leben. Deshalb ist die richtige Growbox Bewässerung ein wichtiger Bestandteil bei der Pflanzenzucht. Prinzipiell gibt es verschiedene Arten der Bewässerung aber auch dem Wasser selbst muss man Beachtung schenken.

Es gibt einige Faktoren auf die man Rücksicht nehmen muss, ansonsten kann man seinen Pflanzen schaden. Auf diese Faktoren und Arten der Bewässerung wollen wir im folgenden eingehen, so dass du die schlimmsten Anfängerfehler vermeidest.

Growbox Bewässerung auf verschieden Arten

Wir unterscheiden zwischen drei Arten, wie du die Pflanzen in deiner Growbox bewässern kannst. Das händische Gießen, mehr oder weniger automatische Bewässerungssysteme und die Hydrokultur, die man vielleicht noch als Bewässerungssystem sehen kann, sich aber dadurch unterscheidet, das sie auf die Benutzung von Erde verzichtet.

Substrat Gießen

Growbox Bewässserung mittels einer Gießkanne

Die einfachste Methode der Growbox Bewässerung ist das Gießen von Hand. Zwar solltest du jeden Tag prüfen ob du gießen musst aber nach unserer Erfahrung brauchst du nur alle 2-3 Tage gießen. Wir haben dazu eine handelsübliche Gießkanne verwendet.

Der Vorteil des händischen Gießens ist, dass du am wenigsten Probleme mit Über- oder Unterbewässerung haben wirst. Dafür hast du aber auch etwas mehr Arbeit. Wenn du nicht mehr als ein bis zwei Growboxen hast, dauert das Gießen jedoch nur wenige Minuten und ist damit in unseren Augen absolut verkraftbar.

Bewässerungssysteme

Bewässerungssysteme dienen dazu, die Growbox Bewässerung zu automatisieren oder wenigstens eine Teilautomatisierung zu erreichen. Es fängt bei einfachen Systemen an, die eingefülltes Wasser über einen bestimmten Zeitraum freisetzen und geht über Systeme die ihr Wasser aus Wassertanks beziehen hin zu vollautomatisierten Systemen die gleichzeitig die Wasserqualität messen und gegebenenfalls anpassen.

Tropf Systeme aus Ton

Growbox Bewässerung mittels TontropfsystemDie wohl simpelste Methode die Growbox Bewässerung zu automatisieren sind Tongefäße. Sie gehören zu den Tropf Systemen. Die Funktionsweise ist sehr einfach.

Je nach System wird Wasser entweder direkt in das Tongefäß gefüllt oder man hat einen Vorratsbehälter und das Wasser gelangt über einen Schlauch in das Tongefäß.

Das Wasser kann durch die poröse Struktur des Tongefäß tropfen. Das Gefäß wird nun in die Erde gesteckt und gibt die Flüssigkeit langsam an selbige ab. Durch das so entstehende Vakuum im Inneren des Tongefäßes wird neues Wasser aus dem Reservoir gezogen.

Das Praktische ist, dass es fast nicht möglich ist, seine Pflanzen zu übergießen. Wird nämlich zu viel Flüssigkeit an die umliegende Erde abgegeben, bewirken die naturphysikalischen Gesetze, dass kein Wasser mehr nachläuft. Alles ohne Strom.

Man muss jedoch darauf achten, das stets genug Flüssigkeit im Gefäß oder dem Vorratsbehälter ist, sonst können die Pflanzen auch ganz schnell vertrocknen. Außerdem eignen sich solche Systeme eher für kleiner bis mittlere Pflanzen.

Pump Tropf Systeme

Growbox Bewässerung mittels Pump Tropf System für 12 PflanzenEtwas aufwändiger aber dafür auch für große Pflanzen gut geeignet sind sogenannte Pump Tropf Systeme, auch damit geht die Growbox Bewässerung einfach von statten.  Dabei werden sich nicht wie bei den Ton Systemen die Naturgesetzte zur Nutze gemacht sondern eine elektrische Pumpe pumpt das Wasser aus einem Tank über Schläuche zu kleinen Tropfsystemen, die die Flüssigkeit an die Erde abgeben.

Der Vorteil solcher Systeme ist, dass sie für beliebige Größenordnungen geeignet sind. Es gibt aber je nach Modell große unterschiede. Automatische Pumpen, bei denen man einstellen kann wie viel Wasser in einer bestimmten Zeit abgegeben werden soll, kosten sehr viel.

Günstiger sind einfache Pumpsysteme, die manuell an und ausgeschaltet werden. Besonders gut geeignet sind solche Systeme, wenn man ansonsten schwer an die Pflanzen im hinteren Teil des Schranks kommt. Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich mit solchen Systemen auch eine gewisse Automatisierung erreichen.

Vollautomatische Bewässerungssysteme

Die Königsklasse der Growbox Bewässerung sind vollautomatisiert Bewässerungssysteme. Sie beinhalten einen oder mehrere große Wassertanks, die von einem Computer überwacht werden. Mittels Säuren und Basen wird er pH-Wert reguliert und eine Umkehrosmose-Anlage und Düngervorräte werden benutzt um den Salzgehalt zu regulieren.

Das Wasser wird entweder zu festen Zeiten oder ab einer gewissen Bodenfeuchte, die über Sensoren bestimmt wird, automatisch freigesetzt. Wie du dir sicher vorstellen kannst, sind solche Systeme nicht gerade billig und kommen daher hauptsächlich in großen Gewächshäusern im industriellen Bereich zum Einsatz. Für Homegrower sind sie eher ungeeignet, da neben den sehr hohen Anschaffungskosten auch die laufenden Kosten ordentlich zu Buche schlagen.

Hydrokultur

Die Hydrokultur ist, was die Growbox Bewässerung angeht, nochmal ein ganz anderes Thema. Da hier die optimale Wasserqualität von entscheidender Bedeutung über Erfolg oder Misserfolg eines Grows ist, sollten sich Anfänger von solchen Systemen besser fern halten und ihre ersten Erfahrungen lieber mit Erde machen.

Bei Hydrokultur wird nämlich auf die Nutzung von Erde als Substrat für die Pflanzen verzichtet. Statt dessen wird zum Beispiel auf Blähton oder andere Substrate gesetzt. Erde hingegen bietet einen natürlich Puffer für Nährstoffe und Säuregehalt, so dass kleine Fehler keine schlimmen Auswirkungen haben.

Bei Hydrokulturen werden die Wurzeln der Pflanzen permanent von Wasser umspült. Man unterscheidet zwischen Topfsystemen und Flutsystemen.

Bei Topfsystemen werden die Pflanzen z. B. in Blähton gezüchtet. Die Töpfe hängen über einem Becken und über ein Pumpensystem wird permanent Wasser aus dem Becken in die Töpfe gepumpt. Wasser das vom Ton nicht gespeichert werden kann tropft zurück nach unten ins Becken.

Bei Flutsystemen hängen die Wurzeln der Pflanzen unten aus dem Substrat heraus. Die Töpfe sind über dem Fluttisch aufgehängt, so dass die Wurzeln auf dem Tisch liegen. Dieser hat eine leichte Schräglage und wird über eine Pumpe ständig mit Wasser bespült. Die Wurzeln liegen also in fließendem Wasser.

Hydrokulturen sind die wohl ertragreichsten Methoden des Anbaus, da die Pflanzen perfekt mit Nährstoffen versorgt werden können. Sie sind jedoch nur für Fortgeschrittene und Profis geeignet, da akribisch auf die korrekte Wasserqualität geachtet werden muss. Fällt mal der Strom aus oder eine Pumpe geht kaputt kann das im schlimmsten Fall den kompletten Grow ruinieren. Außerdem sind sie sehr teuer in der Anschaffung.

Die Wasserqualität

Ebenfalls wichtig bei der Growbox Bewässerung ist die Wasserqualität. Wie du letzten Endes deine Pflanzen mit Wasser versorgst ist eigentlich egal. Was jedoch essenziell wichtig für eine gute Entwicklung deiner Pflanzen ist, ist die Wasserqualität. Dabei gibt es drei wichtige Werte denen du Beachtung schenken solltest.

Säuregehalt (pH-Wert)

Der Säuregehalt einer Substanz wird in Form des pH-Wertes auf einer Skala zwischen 1 und 14 angegeben, wobei 1 sauer, 7 neutral und14 alkalisch ist. Warum aber ist der Säuregehalt des Wassers wichtig für die Zucht von Cannabis?

Ganz einfach. Bestimmte Nährstoffe können von den Pflanzen nur in einem bestimmten Säurebereich aufgenommen werden. Ist das Wasser zu sauer oder alkalisch, so können die Pflanzen nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen und es treten Mangelerscheinungen auf. Im schlimmsten Fall gehen die Pflanzen ein.

Der ideale pH-Wert für die Zucht von Cannabis liegt für Hydrokulturen zwischen 5,5 und 6,1 und für die Zucht auf Erde zwischen 6,0 und 6,8. Somit kann man sagen, dass man mit einem Wert von 6,0 in der Regel sehr gut fährt.

pH-Wert bestimmen

ph papier test für gute wasserqualität in der growboxUm den pH-Wert des Wassers zu bestimmen gibt es mehrere Möglichkeiten. Diese reichen von einfachen Teststreifen über Substanzen die eine farbige Reaktion hervorrufen bis hin zu elektronischen Messgeräten.

Bei den Teststreifen handelt es sich um Papierstreifen. Diese werden entweder ins Wasser getaucht oder mit ein paar Tropfen Wasser beträufelt. Anschließend verändern sie aufgrund einer chemischen Reaktion ihre Farbe. Mittels der mitgelieferten Farbskala kann nun überprüft werden, welchen pH-Wert das Wasser hat.

ph-test-fluessigkeitDie Wassertests funktionieren ähnlich. Hier wird jedoch auf das Papier verzichtet. Statt dessen werden Chemikalien direkt ins Wasser geträufelt. Dazu liegt ein Messbecher bei. Mit der mitgelieferten Farbskala kann auch hier wieder überprüft werden, welchen pH-Gehalt das Wasser aufweist.

Elektronische Messgeräte sind die einfachste Möglichkeit der pH-Wertbestimmung. Sie werden einfach für ein paar Sekunden ins Wasser gehalten. Anschließend wird der pH-Wert auf dem Display des Messgeräts angezeigt.

Ein elektronisches pH-Wert MessgerätDer Vorteil von Teststreifen und Testchemikalien ist, dass sie mit ein bis zwei Euro sehr günstig sind. Messgeräte kosten meist ein paar Euro mehr. Gute Geräte erhält man aber auch schon ab 15 €. Der Vorteil von einem Messgerät ist, dass es wesentlich präziser ist als das Ablesen einer Farbe auf einer Farbskala.

pH-Wert regulieren

Nun weißt du, wie du den pH-Wert deines Wasser überprüfen kannst. Doch was machst du, wenn er nicht im Idealbereich für deine Anbaumethode liegt? Teures Wasser importieren ist wohl nicht die beste Lösung für dieses Problem.

ph down für die ideale wasserqualität Zum Glück ist der Mensch aber erfinderisch und hat eine bessere Lösung parat. Führt man dem Wasser Säuren oder Basen hinzu, so kann man den pH-Wert zu seinen Gunsten verändern. Dazu ist es eventuell noch wichtig zu sagen, dass man entsprechende Chemikalien nicht unmittelbar vor dem Gießen verwenden sollte.

Sie benötigen nämlich etwas Zeit um ihre Wirkung richtig zu entfalten und sich im Wasser zu verteilen. Man bekommt sie entweder im Growshop, im Baumarkt, im Zoofachhandel für Aquarien oder online. Besonders pH Up und pH Down von General Hydroponics sind speziell für die Pflanzenzucht geeignet und werden von vielen Growern geschätzt.

Salzgehalt (EC-Wert)

Neben dem pH-Wert gibt es noch einen weiteren wichtigen Wert, der die Wasserqualität bestimmt: der EC-Wert. EC steht für Electric Conductivity und gibt den Salzgehalt des Wassers an. Ist das Wasser zu salzig, können die im Wasser enthaltenen Nährstoffe von den Pflanzen nicht aufgenommen werden.

Ist das Wasser jedoch nicht salzig genug, so können wertvolle Nährstoffe aus dem Boden gespült werden und die Pflanzen erkranken an Nährstoffmangel. Deswegen ist es wichtig, auf einen ausreichenden Salzgehalt zu achten.

Dieser sollte nicht über 1.0 EC liegen, sonst versalzt der Boden und Nährstoffe können nicht mehr aufgenommen werden. Am besten prüfst du dein Wasser bevor du Dünger hinzufügst. Mineralische Dünger erhöhen nämlich den Salzgehalt. Anschließend fügst du Dünger hinzu bis du auf 0,8 – 1.0 EC kommst. Dann hat das Wasser den idealen Salzgehalt.

EC-Wert bestimmen

ec messgerät erleichtert die richtige growbox bewässerungDer Salzgehalt im Wasser wird durch das Messen der elektrischen Leitfähigkeit bestimmt. Je salzhaltiger das Wasser ist, desto besser leitet es Strom. Dazu kannst du ein EC-Messgerät verwenden, welches man bereits für kleines Geld online erstehen kann.

Das EC-Messgerät wird einfach ins Wasser gehalten und nach wenigen Sekunden kannst du auf dem Display ablesen, wie hoch der Salzgehalt im Wasser ist. Um das Messgerät zu pflegen und Messverfälschungen durch Verschmutzungen oder Salzrückstände vorzubeugen, sollte es nach jeder Benutzung in destilliertem Wasser gereinigt werden.

Für den Anfänger kommt es oft zu Verwirrungen, da die Leitfähigkeit in verschiedenen Einheiten angegeben werden kann. Wir benutzen EC als Basiswert. Weitere Werte wären z. B. Siemens pro Meter oder ppm TDS.

Mit diesem Rechner kannst du ganz einfach die verschiedenen Einheiten umrechnen. Die meisten multifunktionalen Umrechnungs-Apps für Smartphones können diese Aufgabe ebenfalls übernehmen, also keine Sorge wenn ein Messgerät ppm statt EC misst.

EC-Wert regulieren

Der EC-Wert lässt sich auf verschiedene Arten regulieren. Ist dein Leitungs- oder Regenwasser nicht sehr salzig ist das erst mal sehr wünschenswert. Denn dann kannst du sehr einfach einen mineralischen Dünger hinzugeben bis du auf die anzustrebenden 0,8 – 1,0 EC kommst.

umkehrosmose anlage für reines wasserHat das Wasser aber bereits einen Grundwert von 0,8 ist das etwas problematisch. Der Salzgehalt in Leitungswasser kommt nämlich nicht unbedingt von den Salzen, die wir für die Aufzucht von Cannabis gerne haben. Bereits die Hinzugabe von kleinen Mengen Dünger kann dann zur Übersalzung führen.

Deshalb sollte zu salziges Wasser vor der Hinzugabe von Dünger erst herunter reguliert werden. Dazu verwendet man destilliertes Wasser. Das bekommt man abgepackt im Baumarkt oder man verwendet einen einfachen Wasserfilter oder eine Umkehrosmose-Anlage um das Wasser zu filtern.

Hast du bereits einen sehr hohen Salzgehalt in deinem Leitungswasser wird ein Wasserfilter nur für wirklich kleine Vorhaben ausreichen. Dann lohnt es sich schon über die Anschaffung einer günstigen Umkehrosmose-Anlage nachzudenken. Die ist quasi ein Wasserfilter in Groß.

Temperatur

Zu guter letzt spielt auch die Temperatur bei der Growbox Bewässerung eine wichtige Rolle. Zu kaltes Wasser kann die Wurzeln schocken und sogar beschädigen. Sie können das Wasser dann nicht aufnehmen und trocknen aus. Zu warmes Wasser ist ebenfalls schädlich für die Wurzeln.

Doch nicht nur für das Wurzelsystem an sich ist eine falsche Temperatur schlecht. Ähnlich wie beim pH-Wert können viele Nährstoffe nur in einem bestimmten Temperaturbereich aufgenommen werden. Die Folge ist bei falsch temperiertem Wasser eine Mangelerscheinung und Vertrocknung.

Man kann dann gießen so viel man will, die Pflanzen können die Feuchtigkeit und die Nährstoffe nicht aufnehmen und sterben. Deshalb ist es wichtig, dass das Gießwasser auf Raumtemperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius ist.

Richtig gießen

Auch das richtige gießen ist bei der Growbox Bewässerung wichtig. Wie viel Wasser eine Pflanze genau braucht hängt davon ab wie groß und alt sie ist und in welcher Lebensphase sie sich befindet. Auch die Sorte spielt eine Rolle. Deswegen ist es nicht möglich pauschale Angaben zu machen.

Statt dessen spielt Erfahrung eine wichtige Rolle und solange man ein paar Regeln befolgt, sollte man keine zu großen Probleme bekommen. Es gibt zwei Fehler, die einem Anfänger häufig passieren: Übergießen und Untergießen.

Übergießen

Beim Übergießen führt man den Pflanzen zu viel Wasser zu. Durch den zu hohen Feuchtigkeitsgehalt können die Wurzeln anfangen zu faulen oder zu schimmeln. Gießt man dazu mit Dünger, kann ein Übergießen auch zu einer Nährstoffvergiftung und zum Versalzen des Bodens führen. Und ob du es glaubst oder nicht, auch Wurzeln brauchen Luft zum atmen. Ist der Boden ständig nass können die Wurzeln regelrecht ertrinken.

Zeigen die Pflanzen Anzeichen von Übergießen solltest du sie sich ein paar Tage erholen lassen. Den nächsten Gießvorgang schiebst du erst mal auf bis du dir sicher bist, dass sie wieder Wasser brauchen.

Untergießen

Untergießen ist meist weniger schlimm als Übergießen. Cannabis ist ein Unkraut und vergleichsweise sehr strapazierfähig. Gießt man zu wenig, können die Wurzeln vertrocknen und sterben ab. Das dauert aber eine Weile und man hat schneller gegossen als das man übergossene Pflanzen trockenlegen kann.

Hast du mal vergessen zu gießen solltest du deine Pflanzen aber nicht direkt übergießen. Sobald du gegossen hast, wirst du feststellen, dass sich deine Pflanzen zügig erholen. Sind jedoch bereits Wurzeln abgestorben, kann es einige Tage dauern bis die Pflanze erneut Wachstum zeigt, denn sie muss ihre Energie erst einmal auf die Bildung neuer Wurzeln verwenden, statt neue Blätter und Blüten auszubilden.

Wie viel Wasser ist gut?

Die richtige Menge Wasser ist eine Gefühlssache. Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da unterschiedliche Sorten zu unterschiedlichen Wachstumsphasen unterschiedlich viel Wasser benötigen. Auch verschiedene Böden können unterschiedlich viel Wasser speichern.

Es gibt jedoch ein paar Faustregeln. Je kleiner die Pflanze ist, desto weniger Wasser benötigt sie logischer weise. Du solltest so viel gießen, dass der Boden feucht aber nicht nass ist. Du solltest erst dann gießen, wenn die oberen 1-2 cm der Erde schon angetrocknet sind. Bei kleineren Töpfen muss öfter gegossen werden als bei größeren. Bei sehr kleinen Töpfen manchmal sogar 2 mal am Tag.

Während der Anzucht im Torfpallet haben wir jeden Tag mit nur einem kleinen Schluck Wasser gegossen. Nach ein bis eineinhalb Monaten haben die Pflanzen manchmal sogar einen Liter oder mehr bekommen. Achte einfach darauf, dass kein Wasser aus dem Topf läuft und dass die obere Erdschicht trocken ist bevor du das nächste mal gießt und du bist auf der sicheren Seite. Der Rest ist Erfahrung.