Growbox Belüftung

Growbox Belüftung des Greenception Growbox KomplettsetDie Wahl der richtigen Growbox Belüftung ist essenziell für einen erfolgreichen Grow. Dabei gibt es verschiedene Punkte zu beachten, auf die wir im Folgenden eingehen wollen. Wir haben, als wir unsere ersten Erfahrungen mit dem Growen gesammelt haben, viel recherchiert und sind auf die kompliziertesten Berechnungen gestoßen.

Da wurden Gleichungen aufgestellt und es wurde eine regelrechte Wissenschaft daraus gemacht um wie viel Prozent der Aktivkohlefilter größer als der Rohrventilator sein muss. Das kann einen Anfänger nicht nur schnell überfordern sondern auch abschrecken.

Lass dich nicht von den neunmalklugen Menschen dieser Welt verunsichern. Wenn du dir ein Komplettset kaufst, ist so gut wie immer schon ein ausreichend dimensionierter Ventilator und ein Aktivkohlefilter enthalten.

Willst du deinen Growschrank selber bauen, verraten wir dir natürlich gerne wie du einen passenden Ventilator findest und ausreichend dimensionierst.

Growbox Belüftung: Die drei Arten

Bei der Growbox Belüftung wird zwischen drei Arten unterschieden. Der Zuluft, der Abluft und der Umluft. Unserer Erfahrung nach braucht ein Einsteiger in die Welt des Growen sich zum Glück nur mit zwei dieser drei Arten zu befassen.

Abluft wird durch einen Rohrventilator gewährleistet, der die Luft in der Growbox austauscht. Dazu saugt er Luft im Inneren des Schranks an und bläst sie nach außen. Wenn du nicht fernab der Zivilisation wohnst, wirst du dir noch einen Aktivkohlefilter (AKF) vorschalten. Dieser sorgt dafür, dass Gerüche im Schrank bleiben und man von außen nichts riechen kann.

Umluft wird durch einen Tischventilator, am besten mit Schwenkfunktion, gewährleistet. Dieser sorgt dafür, dass die Luft im Schrank nicht steht, sich keine Hotspots bilden und die Pflanzen keine Verbrennungen bekommen.

Zuluft braucht man nur in seltenen Fällen. Ist der Abluftventilator zu groß dimensioniert, kann sich im Schrank ein Vakuum bilden und die Seitenwände werden nach innen gezogen. Oder aber man hat einen zu langen Weg für die Zuluft, wenn man sie z. B. mit einem Rohr/Schlauch aus dem Nachbarraum holt. Dann braucht man einen Zuluftventilator der Luft in den Schrank hineinbläst.

Im Normalfall hat der Einsteiger aber nur seinen kleinen Schrank im Keller oder der Wohnung und da reicht der Abluftventilator und ein Umluftventilator vollkommen aus.

Growbox Belüftung: Abluft dimensionieren

GrowPRO 2.0 XL 600W Growbox BelüftungssetWir versuchen es so einfach wie möglich zu halten. Die Faustregel besagt, dass die komplette Luft in der Growbox innerhalb von 3 Minuten ausgetauscht sein sollte. Bei einem Schrank mit den Maßen 100x100x200 cm ergibt sich so ein Volumen von 2 m³.

Die Stärke eines Rohrventilators wird üblicherweise in m³/h angegeben. Um also eine passende Angabe in m³/h zu erhalten, rechnen wir eine Stunde (60 Minuten) geteilt durch die 3 Minuten in denen wir die Luft austauschen wollen und multiplizieren das Ergebnis mit unserer Raumgröße von 2 m³ – ein einfacher Dreisatz.

Das ergibt 40 m³/h. Aber moment mal, für einen Schrank der obigen Dimensionen kann ein 40 m³/h Lüfter wohl kaum ausreichen, oder? In den meisten Sets ist für einen solchen Schrank mindestens ein 160 m³/h Lüfter enthalten.

Richtig, wir müssen nämlich noch die Wärmeentwicklung der Lampe, etwaiges Volumen von Be- und Entlüftungsschläuchen sowie den Aktivkohlefilter berücksichtigen. Für jeden Meter Schlauch schlagen wir 1 m³ an und der AKF schlägt mit 35 % des Raumvolumens zu Buche.

Somit ergeben sich für die Raumgröße folgende Dimensionen, bei der Annahme, dass wir einen Meter Schlauch in unserem Schrank verbaut haben: 2 m³ für den Schrank + 1 m³ für den Schlauch + 0,7 m³ für den AKF = 3,7 m³ * 60 Minuten / 3 Minuten = 74 m³/h.

Okay, so viel zur reinen Luftumwälzung. Doch was ist mit der Wärmeentwicklung? Tja, spätestens hier gehen die Geister auseinander. Es kommt auf die Art und Stärke des Leuchtmittels an. Außerdem spielt die Umgebungstemperatur eine wichtige Rolle.

Lass es uns also so einfach wie möglich halten. Nimm die oben berechnete Zahl, verdopple sie großzügig und du bist auf der sicheren Seite. Der Vorteil, wenn du deine Abluft überdimensionierst, ist, dass du genügend Puffer nach oben hast.

Mit einem Drehzahlregler oder Dimmer lässt sich ein Rohrventilator super herunter regeln. Dadurch wird er leiser und verbraucht weniger Strom. Sollte es im Schrank zu warm werden kannst du ihn einfach wieder hochdrehen.

Growbox Belüftung: Umluft ist ebenso wichtig

growbox-belueftung-umluft-ventilatorWie oben bereits angeschnitten sorgt der Umluftventilator dafür, dass die Luft im Schrank selbst bewegt wird. In der freien Natur werden Pflanzen vom Wind hin und her geschaukelt. Das ist wichtig für die Entwicklung kräftiger Stämme.

Es wäre nicht das erste mal, dass einem Anfänger in der Mitte der Blüte einzelne Pflanzen wegsterben, weil sie das Gewicht der Blüten nicht mehr tragen können und umknicken. Um das zu vermeiden sollten bereits junge Pflanzen einem leichten Wind ausgesetzt werden.

Achte aber darauf, sie nicht direkt vor einen Ventilator zu stellen denn sonst kann Windbrand die folge sein. Was dabei passiert ist folgendes: durch den ständigen Luftzug hat die Pflanze keine Zeit zu atmen. Außerdem verdunstet durch den ständigen Luftzug mehr Flüssigkeit von der Blattoberfläche.

Das führt zu Verbrennungen und letztendlich zum Absterben des Blattes. Bei einem Blatt mag das vielleicht nicht so schlimm sein aber bei mehreren betroffenen Blättern kann die Pflanze eingehen. Besser du richtest den Ventilator auf eine Seitenwand. Der Wind prallt von dieser ab und verteilt sich im Raum.

Im Idealfall hast du einen Schwenkventilator, der sich automatisch hin und her bewegt. Wir hatten keinen, hatten aber trotzdem nie Probleme. Auch starre Ventilatoren eignen sich. Um trotzdem Wind aus verschiedenen Richtungen zu simulieren, kannst du ihn einfach jeden Tag wo anders platzieren.

Growbox Belüften: Aktivkohle gegen den Geruch

Da Cannabis während der Blüte einen ziemlich starken Geruch entwickelt, ist es ratsam sich einen Aktivkohlefilter zu beschaffen. Dieser filtert über 99 % der Gerüche aus der Luft.

Dazu wird er einfach direkt vor den Rohrventilator montiert. Ventilator und Aktivkohlefilter werden dann innen im Schrank aufgehängt. Der Ventilator saugt die Luft durch den Filter und bläst sie über ein Rohr an der Decke des Schranks hinaus.

Weiter oben haben wir ja schon über das Überdimensionieren des Rohrventilators gesprochen. Auch das Überdimensionieren des Aktivkohlefilters kann einen positiven Effekt erzielen. Je größer der AKF, desto weniger Luftwiderstand besitzt er und der Ventilator muss nicht unter Volllast laufen um die gewünschte Menge Luft zu bewegen.

Ist der Ventilator aber sowieso schon groß genug gewählt und läuft im tatsächlichen Betrieb nicht unter Volllast, kann man sich einen größeren, teureren Filter aber auch sparen. Hier lohnt ein Blick auf die am Markt erhältlichen Komplettsets. Diese kommen mit perfekt auf die Growboxgröße abgestimmten Ventilatoren und Filtern.