Natriumdampflampen

Natriumdampflampen gehören zu den am häufigsten genutzten Leuchtmitteln wenn es um den Anbau in den eigenen vier Wänden geht. Häufig wird der Begriff Natriumdampflampe (NDL) jedoch fälschlicherweise auch für andere Halogen-Metalldampflampen (MHLs). verwendet. Mit diesem Beitrag möchten wir ein bisschen Klarheit schaffen und auf die Vor- und Nachteile eingehen.

Gasentladungslampen

NDLs sowie MHLs gehören zu den Gasentladungslampen, zu denen z. B. auch Neonröhren zählen. Sie bestehen aus einer Kathode und einer Anode, welche sich in einem versiegelten Glaskolben befinden. Dieser ist mit Gas gefüllt. Legt man eine bestimmte Spannung an, so kommt es zu einer Gasentladung bei der Licht entsteht.

Wenn du dLumatek 400W Vorschaltgerät im GrowPRO 2.0 L 400W Komplettsetich für die genaue Funktionsweise interessiert, kannst du dir ja mal den Wikipediabeitrag zu Gasentladungslampen durchlesen. Für uns als Grower ist aber eigentlich nur eine Sache interessant zu wissen. Während MHLs genau mit der Leistung betrieben werden müssen, für die sie ausgelegt sind (z. B. 400W), können Natriumdampflampen mit einer variablen Leistung betrieben werden.

Wichtig wäre an dieser Stelle noch anzumerken, dass NDLs und MHLs ein sog. Vorschaltgerät (VSG) benötigen. Dieses erzeugt die notwendige Spannung. Hier gibt es ebenfalls zwei Varianten. Herkömmliche VSG bestehen aus Spulen und Metall. Sie erhitzen sich bei Benutzung stärker und haben einen Verlust von etwa 10% – 20% der Lampen-Nennleistung.

Elektronische VSG bestehen aus Platinen und Computer-Chips, werden weniger warm und haben fast gar keinen Verlust und sind außerdem besser darin, die für die Lampe benötigte Spannung zu erzeugen. So holen sie nicht nur mehr aus der Lampe heraus, auch ältere Lampen, die mit der Zeit ein wenig an Leistung verloren haben, leuchten mit einem elektronischen VSG.

Okay, zurück zu den Natriumdampflampen mit ihrer variablen Leistung. Natürlich heißt das nicht, dass eine 400W NDL mit einem 250W oder 600W Vorschaltgerät betrieben werden kann. Es gibt aber elektronische VSG, die per Schalter bis zu 10% zusätzlicher Leistung abgeben können. So wird aus 400W auf einmal 440W oder aus 600W 660W.

Das funktioniert aber nur mit NDLs. MHLs müssen zwingen mit der Leistung betrieben werden, für die sie ausgelegt sind. Sonst gehen sie kaputt.

 

Osram 400 Watt Entladungslampe

  • Osram
  • 400 Watt
  • E40 Fassung
  • Plantastar
  • für Wuchs- und Blütephase
  • Assimilation und Wachstum der Pflanzen wird stimulieren
  • Absorptionsspektrum
  • Externes Vorschaltgerät erforderlich

Vorteile

natriumdampflampe-lichtspektrum

Spektralverteilung einer monochromatischen Lichtquelle / Photo by Gerben49 / cc by-sa

Kommen wir nun zu den Vorteilen der Gasentladungslampen. Da wäre als erstes und wichtigstes Argument die Aussendung von monochromatischem Licht zu nennen. Das heißt, dass das Licht nur einen winzig kleinen Bereich des gesammten Lichtspektrums abbildet.

Diese Eigenschaft können wir uns zu nutze machen, denn wir wissen genau welches Spektrum unsere Schützlinge in der Wachstums- und welches in der Blütephase benötigen. Das ist gut, da das Licht aus anderen Spektren von den Pflanzen kaum bis gar nicht verwertet werden kann.

Als nächstes muss man sagen, dass NDLs und MHLs sehr lichtstark sind (ca. 150 Lumen pro Watt). Mit der gleichen Leistung wird man bei herkömmlichen Leuchtstoffröhren weniger Lichtstärke erhalten (ca. 45-100 Lumen pro Watt). Eine 250W Natriumdampflampe hat je nach Hersteller 33.000 bis 40.000 Lumen.

Als letzter Punkt währe noch zu nennen, dass die Lampen sehr günstig sind. Das liegt daran, dass sie nahezu überall auf der Welt verwendet werden. Auch du hast sicherlich schon tausende gesehen, denn sie werden häufig in Straßenlaternen eingesetzt.

Nachteile

Doch Gasentladungslampen haben auch Nachteile. Zum einen haben sie eine hohe Wärmeentwicklung. Im Betrieb werden sie ziemlich heiß und sind auch etwas empfindlicher was Schmutz angeht. Man sollte sie z. B. nicht mit fettigen Händen anfassen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Rückstände sie im Betrieb platzen lassen.

Außerdem verbrauchen sie immer noch ziemlich viel Strom. Für eine 100x100 cm große Grundfläche sollte man mindestens eine 400W Lampe benutzen. Mittlerweile gibt es alternative Leuchtmittel wie LEDs, die zwar etwas Stromsparender aber dafür auch teurer in der Anschaffung sind.

Welche Lampe / wie viel Watt für meine Growbox?

Das kommt, wie oben bereits angeschnitten, sehr stark auf die Größe deiner Box an. In unserem Beitrag zur Beleuchtung beschreiben wir, wie du ausrechnest ob eine Lampe stark genug für deine Growbox ist. Am besten liest du dir den Teil über Lichtstärke einmal durch.

Als Daumenregel kann man sagen, dass für alles unter 0,5 m² eine 250W Lampe ausreicht. Für 0,5 m² bis zu 1 m² greift man üblicherweise zu einer 400W Lampe. Will man eine noch größere Box (z. B. 120x120 cm) so greift man zu einer 600W Lampe. Logischerweise kann man bei 2 m² zu zwei 400W Lampen greifen usw.

Welche Lampen empfiehlt Growbox Test?

Nachfolgend präsentieren wir dir unsere Favoriten für die jeweilige Beleuchtungsphase:

Wuchsleuchtmittel

Hoher Blau-/Weißanteil (6500 Kelvin)

Blüteleuchtmittel

Hoher Rotanteil (2100 Kelvin)

Die Grasbibel

Wenn du noch mehr über den Anbau in den eigenen vier Wänden lernen willst, können wir dir die Anbau-Biebel Marihuana Drinnen nur wärmsten empfehlen.