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Cannabis Dünger [Ratgeber 2022] – das solltest du wissen

Cannabis ist sehr teuer. Damit sich Konsumenten nun nicht selbst ein Loch in die Taschen reißen, wechseln viele vernünftige User auf den Eigenanbau von Hanf.

Nicht nur spart man sich damit in der Regel eine Menge Geld, auch Kontakte in zwielichtige Kreise fallen weg.

Allein der Cannabis Dünger ist dabei bereits ein großes Thema, über das es sich zu lernen lohnt.

Was ist im Hanf Dünger drinnen

Jeder Hanf Dünger erfüllt die Aufgabe, Pflanzen mit Mikro- und Makronährstoffen zu versorgen.

Aus diesem Grund sind die Hanf Dünger maßgebend für das Profil an Cannabinoiden und weiteren Pflanzenstoffen und somit für die Qualität der Ernte.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen biologisch-organischen Düngern und mineralischen bzw. synthetischen Düngern.

Von grundlegender Bedeutung für das Pflanzenwachstum sind die chemischen Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff.

Tatsächlich gewinnen Hanfpflanzen diese größtenteils aus der Umgebungsluft und dem Gießwasser.

Grundlage für eine gute Düngung ist also, dass ausreichend Luft und Wasser an die Pflanzen kommt.gute Düngung ist also, dass ausreichend Luft und Wasser an die Pflanzen kommt.

NPK Zahl - darum ist sie wichtig
Interessant ist im Anschluss die sogenannte NPK-Zahl. NPK steht für Nitrogenium (Stickstoff), Phosphor und Kalium. Diese Elemente sind prinzipiell die wichtigsten für starke und gesunde Cannabispflanzen. Hanfpflanzen sind allerdings darauf angewiesen, diese Stoffe aus der Erde und den Düngern zu gewinnen, wobei die NPK-Zahl den Anteil dieser Stoffe in einem Dünger angibt.

Die NPK-Stoffe sind somit die primären Makronährstoffe. Die sekundären Makronährstoffe, welche Hanfpflanzen ebenfalls über Dünger zugeführt werden sollten, sind Calcium, Magnesium und Schwefel. Mikronährstoffe, die in kleinen Mengen Düngern beigemengt werden sollten, sind Mangan, Schwefel, Zink, Kupfer, Bor, Molybdän und Eisen.

Willst du deine Pflanze optimal düngen, musst du dich mit den Kennzahlen der Nährstoffe für Cannabis auskennen.

Mit der Zeit wirst du entsprechende Tabellen extrem schnell lesen können. In der Regel findest du drei Zahlen auf Labels von Düngern vor.

Steht dort bspw. NPK 5 – 20 – 15, so sind 5 % Stickstoff, 20 % Phosphor und 15 % Kalium enthalten (N – P – K).

Bedenke bitte, dass jede einzelne Cannabissorte entsprechend ihrer Umgebung einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf aufweisen kann.

Je nach den Umständen können also Pflanzen desselben Strains unterschiedliche Mengen an Nährstoffen brauchen.

Ebenso ist einfach ein wenig Geschick bei der Düngung benötigt, weshalb man aus der Erfahrung heraus lernen muss.

Nährstoffbedarf Wachstumsphase

Die Cannabispflanze durchläuft im Großen und Ganzen 2 Phasen über ihren Lebenszyklus:

Die Wachstumsphase und die Blütephase.

In der Wachstumsphase wächst die Cannabispflanze und legt das Fundament für die Blütephase, in welcher dann die Cannabisblüten mit den Trichomen und den Cannabinoiden gebildet werden.

Da in der Wachstumsphase der Großteil des Wachstums der Cannabispflanze stattfindet, muss sie hier mit Sonne und Nährstoffen satt versorgt werden.

Stickstoff ist in diesem Rahmen besonders wichtig, da dieses Element die Proteinproduktion bestimmt. Prinzipiell sorgt also mehr Stickstoff für dickere und größere Stängel sowie Buds.

Dünger für die Wachstumsphase verfügen darum über höhere Anteile an Stickstoff im Vergleich zum Phosphor sowie Kalium. Typisch wäre beispielsweise folgende NPK: 9 – 5 – 7

So erkennst du Stickstoffmangel in der Wachstumsphase
Die Blätter sehen dann alt und vergilbt aus, die Blätter verfärben sich ziemlich hellgrün. Werden die Ränder der Blätter sogar braun, kann das ein Zeichen für Überdüngung des Hanfes sein.

Nährstoffbedarf Blütephase

In der Blütephase verschlingt die Hanfpflanze Nährstoffe.

Besonders hoch im Kurs steht jetzt das Phosphor und Kalium.

Der Stickstoff kann dafür ab sofort vernachlässigt werden.

Typisch in der Blütephase ist folgende NPK: 5 – 9 – 9

In der Wachstumsphase wird die Grundlage dafür gelegt, dass viele und große Buds entstehen können. In der Blütephase muss dieses Fundament Früchte tragen.

Neben den richtigen Lichtphasen kommt den Nährstoffen eine hohe Bedeutung zu. Aufpassen solltest du darauf, den „Stretch” zu Anfang der Blütephase richtig zu nutzen – Dazu unten mehr.

Organischer vs. mineralischer Cannabis Dünger

Beim Growing hast du die Wahl zwischen organischen und mineralischen Düngern.

Organische Dünger werden in der Regel aus organischen Prozessen gewonnen, beispielsweise durch Kompostierung oder tierische Ausscheidungen.

Bei mineralischen Düngern hat man unter anderem den Vorteil, dass diese synthetisch erzeugt wurden und darum die NPK-Angaben punktgenau erfüllt werden.

Tatsächlich lassen sich beide Sorten von Düngern auch in einem Mix verwenden.

Hanfpflanzen organisch düngen

Hergestellt werden organische Dünger in der Regel aus Mineralgesteinen, tierischen Abfällen und Pflanzenderivaten (bspw. Seemoos).

Du hast die Wahl zwischen fertigen Düngern oder sogenannten Rohmaterialien, die dann beispielsweise aus reinem Knochenpulver bestehen.

Sehr beliebt sind in letzter Zeit bspw. Dünger aus Wurmausscheidungen, da hier eben noch ein sehr aktives mikrobiologisches Ambiente vorherrscht.

Der Hauptunterschied zwischen organischen und mineralischen Dünger besteht darin, dass organische Dünger nicht direkt die Hanfpflanze versorgen.

Viel eher füttern die organischen Dünger die Mikroorganismen in dem Medium (der Erde) der Hanfpflanze. Anschließend entstehen aus der Verstoffwechselung des Düngers durch die Mikroorganismen in der Erde die Nährstoffe, welche die Hanfpflanze braucht und aufnimmt.

Durch diese indirekte Düngung ist die Nährstoffaufnahme zeitverzögert, weshalb organische Dünger nicht bei akuten Nährstoffdefiziten aushelfen können.

Praktisch ist dafür, dass du den pH-Wert und EC-Wert nicht zwangsläufig abchecken musst, da die Mikroorganismen von sich aus die Erde regulieren.

Die wenigsten Grower, die organische Dünger verwenden, benutzen etwa pH- und EC-Messgeräte.

Cannabis mineralisch düngen

Mineralische Dünger werden auf synthetischem Wege hergestellt, wodurch die Nährstoffangaben punktgenau erfüllt werden.

Das ermöglicht es dir, zielgenau deine Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen.

Das ist bspw. beim hydroponischen Growing sehr wichtig, da die Pflanzen Fehler in der Nährstoffzugabe nicht verzeihen.

Gleichzeitig können die Nährstoffe schon chemisch so aufbereitet werden, dass sie schnellstmöglich von der Pflanze aufgenommen werden.

Das ist beispielsweise dann sehr praktisch, wenn sehr schnell Defizite in der Nährstoffversorgung ausgeglichen werden müssen.

Damit allerdings auch bei mineralischen Düngern kein Fiasko geschieht, muss man als Grower mit Vorsicht vorgehen.

Den pH-Wert des Gießwassers solltest du bspw. immer messen, da synthetische Dünger nicht über Pufferfunktionen verfügen. Im selben Zuge sollte der EC-Wert jedes Mal gemessen werden.

Beide Düngerarten haben ihre ganz eigenen Vorteile. Mineralische Dünger wirken in der Regel schneller, wobei diese die Pflanze anfälliger für Schäden machen.

Durch das mikrobiologische Leben in organischen Düngern sind diese nicht ganz so aggressiv. Auch meinen viele Grower, dass die „toten” Stoffe mineralischer Dünger den Geschmack und Geruch der Hanfpflanze negativ verfälschen.

So erkennst du Überdüngung
Überdüngung mit mineralischen Düngern äußert sich dadurch, dass die Mineralien in den Blattspitzen kristallisieren. Sie verfärben sich dann dunkelbraun – Wenn du das beobachtest, solltest du die Düngung sofort einstellen.

Im Growing düngen – Welcher Dünger für welche Phase?

Keimung

Während der Keimung liegt der Nährstoffbedarf bei Null.

Der Samen verfügt von sich aus über genug Nährstoffe, um der Pflanze das Leben zu ermöglichen. Darum solltest du sogar darauf achten, den Keimling in Erde komplett ohne Nährstoffe zu setzen. Nur ein wenig Wasser kann der Samen gebrauchen, leicht feucht sollte der Samen sein.

Achte darauf, für die Keimung niemals vorgedüngte Erde zu verwenden.

Vorgedüngte Erde kannst du erst dann verwenden, wenn die Pflanze nach der Anzucht umgetopft wird. Hier kannst du wahlweise auch selbst düngen und normale Erde verwenden.

Gut zu wissen

Verwendest du vorgedüngte Erde, solltest du mit der weiteren Düngung abwarten, bis der vorgefertigte Dünger in der Erde aufgebraucht ist. In der Regel ist auf der Packung eine Angabe dazu, wie viele Wochen die vorgedüngte Erde braucht, bis sie aufgebraucht ist.

Bei organischen Düngern kannst du ein bis zwei Wochen vor Ablauf dieses Datums anfangen, den Dünger mit ins Gießwasser zu mischen. Durch die Zeitverzögerung bei organischen Düngern werden diese genau dann aktiv, wenn sie gebraucht werden. Bei mineralischen Düngern hilft es, solange die Pflanze zu beobachten, bis erste Mangelerscheinungen auftreten (verfärbte Blätter, etc). Dann solltest du auf der Stelle mit mineralischen Düngern kontern.

Verwendest du nicht vorgedüngte Erde, überspringst du einfach die Wartezeit, bis die Vordüngung aufgebraucht ist und legst direkt los.

Anzucht

Die Anzuchtphase der Cannabispflanze beginnt, sobald sich ihre ersten Keimblätter zeigen.

Hier ist die Pflanze noch besonders anfällig, weshalb du sehr aufmerksam sein solltest, wenn dir kein Debakel geschehen sollen. Schnell kann deine Pflanze umknicken oder durch Wasser ertrinken.

Die Wurzeln sind in dieser Phase noch extrem fein und klein, weshalb eine Düngerzufuhr in der Regel mehr Probleme als Vorteile mit sich bringt.

Orientieren kannst du dich für den Start der Düngung an den Herstellerangaben, wobei hier viele Hersteller nicht genau angeben wollen, wann die Düngung loslegen kann.

Faustregel - 5 Finger Blattpaar

Ist das typische 5-Finger-Blattpaar richtig ausgebildet, hungert die Hanfpflanze nach Nährstoffen von außen. Nun kannst du mit der Düngung loslegen, wobei du leicht geringere Konzentrationen als angegeben verwenden solltest. Im selben Zuge topfen viele Grower die Pflanze nun um. Topfst du die Pflanze in vorgedüngte Erde um, kannst du nach dem Schema oben anfangen zu düngen, wenn die Vordüngung aufgebraucht wird.

Bedenken solltest du, dass organische Dünger nicht auf der Stelle wirken. Diese benötigen einen Vorlauf von 5 bis 10 Tagen, weshalb du diese entsprechend früher als mineralische Dünger anwenden kannst.

Wachstum

Die Wachstumsphase beginnt, sobald das erste 5-Finger-Blattpaar ausgebildet ist.

Jetzt kannst du einen Wachstumsdünger verwenden, der auch an die Vegetationsphase angepasst ist, also höhere Anteile Stickstoff hat.

In der Wachstumsphase wird die Pflanze rasant größer. Dass der Hanf mehrere Zentimeter am Tag wächst, kann jederzeit vorkommen.

Selbstverständlich wird die Pflanze zum Ende der Wachstumsphase hin einen viel größere Nährstoffbedarf haben, als du Anfang dieser.

Dementsprechend solltest du darauf achten, regelmäßig die Nährstoffzugaben zu erhöhen, ohne Gefahr einer Überdüngung zu laufen.

Das Verhältnis von Gießwasser zu Dünger bleibt bei den meisten Düngern in der Wachstumsphase gleich. Die Menge an Gießwasser erhöht sich lediglich mit der Zeit, wobei proportional die Gesamtmenge an Nährstoffen steigt. Nur wenige Düngerhersteller setzen darauf, dass sich auch die Düngerkonzentration mit der Zeit erhöht.

Blüte

Beginnt die Blütephase, kannst du den Wachstumsdünger beiseitelegen und eine Mischung für die Blütephase heranholen. Diese Dünger charakterisieren sich durch kleinere Anteile Stickstoff.

Ein interessantes Phänomen der Blüte solltest du dir merken: den sogenannten „Stretch”.

Dieses Phänomen tritt nach Einleitung der Blütephase auf. Obwohl also hier die Blüten wachsen und gedeihen sollten, nimmt die Pflanze noch ein wenig in der Höhe zu. Die Pflanze hat also noch nicht das Blütenwachstum priorisiert.

Unterdessen bemerken Grower die Knospen und sind sich darum sicher, dass die Blütephase begonnen hat, weshalb sie die Photoperioden und Dünger entsprechend anpassen. Tatsächlich braucht die Pflanze jedoch erst recht in der Stretch-Phase viel Stickstoff, was nur durch Wachstumsdünger bereitgestellt werden kann.

Bis der Stretch vorbei ist, sollte also nicht der Blütedünger, sondern weiterhin der Vegetationsdünger verwendet werden.

Abhilfe schaffen die organischen Dünger mit ihrer Zeitverzögerung.

Als Faustregel kannst du dir merken, dass bei organischen Düngern zur Lichtumstellung der Blütendünger verwendet werden kann.

Fünf bis zehn Tage dauert es, bis dieser aktiv wird, weshalb der Stretch dann schon vorbei sein wird. Bei mineralischen Düngern solltest du jedoch wirklich warten, bis die Stretch-Phase vorbei ist.

Viele Grower, die immer auf mineralische Dünger setzen, verwenden beim Übergang dieser beiden Phasen organische Dünger.

Vor der Ernte

Für schöne und gut schmeckende Buds lohnt es sich, zwei Wochen vor der Ernte mit dem Düngen aufzuhören.

Indem man nun noch Wasser gießt, werden die restlichen Mineralien und Nährstoffe aus der Erde und der Pflanze verwendet und aufgebraucht.

Hierdurch bleiben keine Rückstände im Endprodukt. Mineralien neigen dazu, den Geschmack und Geruch zu verschlechtern, wenn sie nicht entfernt werden.

Als Salze lagern sie sich quasi im Pflanzenmaterial ein, wobei diese durch die Wässerung vor der Ernte wieder aufgelöst werden.

Grow düngen nach Medium

Möchtest du deinen ersten Grow starten, musst du dir Dünger je nach Medium aussuchen.

So gibt es tote und lebendige Medien zum Growen.

Tote Medien sind bspw. Kokos und Ton, während Blumenerde lebendig ist.

Da organische Dünger durch die Mikrolebewesen in organischen Medien zersetzt werden müssen, lassen sich organischer Dünger nur bei lebendigen Medien einsetzen.

Bei einem toten Medium muss immer mineralisch gedüngt werden.

Düngen auf Erde

Zum einen gibt es, wie gerade erwähnt, lebendige Erde, welche sich organisch düngen lässt.

Im selben Zuge gibt es auch Blumenerde, die bereits vorgedüngt ist.

Die enthaltenen Nährstoffe reichen dann für einige Wochen aus. Möchtest du jedoch tote Erde kaufen, achte einfach darauf, keine lebendige Bio-Erde zu erwerben.

In der Regel weisen Hersteller aus, ob Mikroorganismen in der Erde leben oder eben nicht.

Wenn du die Pflanze keimen lassen bzw. anziehen willst, solltest du immer zu Erde ohne Nährstoffe greifen.

Der sensible Samen wird ruiniert, wenn von außen Nährstoffe eindringen wollen.

Düngen auf Kokos

Der Grow auf Kokos verbindet die Welt des hydroponischen Anbaus mit dem normalen.

So handelt es sich hierbei um ein totes Medium, welches dementsprechend mineralisch gedüngt werden muss.

Hier empfiehlt es sich, speziell für Kokos angefertigte Dünger zu verwenden, sogenannte mineralische Coco Dünger.

Möchtest du zu normalen mineralischen Düngern greifen, musst du diesen Calcium und Magnesium in den richtigen Mengen hinzufügen. Als Anfänger sind Fehler vorprogrammiert – Greife lieber zu Coco Düngern.

Da es sich beim Kokos um ein totes Medium handelt, musst du den pH-Wert und EC-Wert des Gießwassers penibel kontrollieren.

Für Einsteiger in den hydroponischen Grow kann Kokos sehr praktisch sein, da dieses Medium nicht ganz so gnadenlos wie andere hydroponische Medien ist.

Hydro düngen

Verwendest du ein hydroponisches Growmedium, musst du genau wissen, was du mit deinen mineralischen Düngern anstellst.

Der pH-Wert und EC-Wert muss jedes Mal genauestens gemessen und punktgenau eingestellt werden.

Hydroponische Medien sind gnadenlos und verziehen dir keine Fehler.

Aus diesem Grund solltest du erst dann hydroponisch anbauen, wenn du bereits viel Erfahrung mit mineralischen Düngern und bestenfalls schon mit Kokos gemacht hast.

Automatics düngen

Autoflowering-Sorten sind gerade sehr beliebt, da sie sich vergleichsweise pflegeleicht hochziehen lassen.

Leider bringt die Genetik zahlreiche Automatics mit sich, dass sie viel kleiner als ihre fotoperiodischen Pendants ausfallen.

Aus diesem Grund ist auch der Verbrauch an Düngern viel geringer.

Wenn du probierst, nach den Herstellerangaben deine Automatics zu düngen, wirst du diese zwangsläufig überdüngen und vermutlich töten.

Allgemein wird empfohlen, dass man ein Viertel der Herstellerangabe bei Autoflowering-Sorten verwenden sollte.

Bei Hanfpflanzen ist ein Defizit an Nährstoffen einer Überdüngung immer vorzuziehen.

Dünge also lieber zu wenig und warte auf Anzeichen eines Defizits, bis du die Zufuhr hochschraubst.

Grow düngen für Anfänger

Anfänger, die sich die gesamte Anleitung durchgelesen haben, werden sich vermutlich fragen, wo sie nun genau beginnen sollen. Dir möchte ich an dieser Stelle ganz besonders helfen.

Anfänger wollen in der Regel einen pflegeleichten Grow, der sich nicht ruinieren lässt und der garantiert gute Ernten einfährt.

Hierfür sind zweifelsohne organische Dünger hervorragend.

Diese verzeihen dir ziemlich viele Fehler, weil sie den pH- und EC-Wert effektiv abpuffern können.

Ebenso machst du mit organischen Düngern viel schwerer Fehler als bei mineralischen.

Im selben Zuge solltest du auf lebendige und biologische Blumenerde zurückgreifen, wobei du gerne auch auf Hanfpflanzen optimierte Blumenerde verwenden kannst.

Keimerde ohne Vordüngung ist dann selbstverständlich ein Muss, beim Umtopfen nach der Anzucht kannst du gerne vorgedüngte Erde verwenden.

Mit zunehmender Erfahrung kannst du anfangen, mineralisch zu düngen und über Kokos auch den hydroponischen Grow für dich zu entdecken.

Für Anfänger lohnt es sich jedenfalls, auf gute Blumenerde für Cannabis und organische Dünger zu setzen.

Hanfpflanzen Dünger – Häufig gestellte Fragen

Hanf ab wann düngen?

Prinzipiell soll man Hanf dann düngen, sobald die Wachstumsperiode begonnen hat. Die Wachstumsperiode beginnt nach einer Faustformel dann, wenn sich das charakteristische 5-Finger-Blattpaar ausgebildet hat. Zuvor sollten sich keine Nährstoffe in der Erde befinden.
Bei der Frage, ab wann gedüngt werden darf, muss nun noch hinzugezogen werden, ob der Grow organisch oder mineralisch gedüngt werden soll. Ein mineralischer Dünger sollte wirklich erst nach Erscheinen des 5-Finger-Blattpaares verwendet werden, organische Dünger können unter Umständen schon wenige Tage zuvor verwendet werden. Diese brauchen dann noch einige Tage, bis die organischen Stoffe für die Pflanze brauchbar gemacht werden.
Ebenso kannst du die Düngung hinausschieben, wenn du nach der Anzucht die Pflanze in vorgedüngte Erde umtopfst. Mineralische Dünger verwendest du dann erst, wenn sich erste Anzeichen eines Nährstoffdefizits breitmachen. Bei organischen Düngern setzt du diese rund 5 Tage vor dem Enddatum auf der Packung ein.

Wie soll ich meinen Grow düngen?

Düngemittel zum Growing werden in der Regel in Wasser gelöst. Entweder kriegst du bereits liquide Düngemittel geliefert oder du musst pulverförmige Düngemittel in Wasser auflösen. Bei festen Düngemitteln kann es auch Sinn machen, diese auf der Blumenerde rund um der Pflanze zu verteilen und anschließend das Wasser darüber zu gießen.
Die Herstellerangaben neigen dazu, leicht übertrieben zu sein. Verwende also bestenfalls immer ein bisschen weniger als auf der Packung angegeben. Achte ansonsten auf Anzeichen der Überdüngung bzw. des Mangels, um korrekt vorgehen zu können.

Grow Überdüngung – Wie erkenne ich das?

Eine Überdüngung macht sich vor allem an braunen Spitzen und braunen Rändern der Blätter erkennbar. Viele finden, dass diese Blätter verbrannt aussehen. Die übermäßigen Nährstoffe werden dort abgelagert, wobei sie zuvor zu Salzen kristallisieren. Der Metabolismus der Pflanze hängt hinterher, wodurch die Salze in den Blattspitzen nicht mehr abgetragen werden. Eine dunkelgrüne bis bläuliche Verfärbung der Blätter kann hiermit einhergehen. All diese Symptome geben in der Regel eine Überversorgung mit Stickstoff preis.
Unerfahrene Grower müssen in diesem Rahmen aufpassen, Mangel von Überfluss zu unterscheiden. Bei der Überdüngung mit Stickstoff verbrennen quasi die Blattspitzen und werden sehr bräunlich. Ein Kupfermangel kann jedoch stark gelb verfärbte Blattränder auslösen. Hier den Unterschied zu erkennen, ist wichtig für deinen Grow.
Der gesunde Menschenverstand hilft. Meinst du, hier eine Mangelerscheinung wahrzunehmen, obwohl du die Pflanze gerade in vorgedüngte Erde umgetopft hast? Dann ist vermutlich doch Überdüngung der Fall.
Da sich zahlreiche Symptome äußern können, sollten Anfänger einfach ihre Pflanze im Blick behalten und sie immer wieder mit kranken Pflanzen im Internet abgleichen. Es hilft, folgende Faktoren im Kopf zu behalten, da diese ähnliche Symptome wie bei einer Überdüngung auslösen können:
pH-Wert des Gießwassers bzw. des Düngers
EC-Wert (nur bei mineralischen Düngern)
Qualität der Erde bzw. des Mediums
Umtopfungen (bspw. in vorgedüngte Erde)
Düngung (zu viel oder zu wenig?)
Am einfachsten vermeidest du eine Überdüngung, indem du dich an die Herstellerangaben richtest. Da diese jedoch gerne dazu neigen, zur Profitmaximierung zu hohe Angaben zu machen, solltest du eine gesunde Portion weniger verwenden. Es empfiehlt sich so, die Hälfte der empfohlenen Dosis zu verwenden.

Grow Nährstoffmangel erkennen

Einzelne Stoffe lösen bestimmte Mangelerscheinungen aus. Wir wollen also genau diese Stoffe durcharbeiten.
Stickstoff: Zu wenig Stickstoff sorgt für blasse Blätter, helle Blattstengel, schlechtes Wachstum und die Blätter vergilben sehr schnell. Verwende zum Kontern gerne einen Dünger mit viel Stickstoff.
Phosphor: Pflanzen mit Phosphormangel wachsen verkrüppelt, die Blätter am unteren Ende der Pflanze verfärben sich gelb und fallen auch ab. Hiergegen hilft, mehr phosphorhaltigen Dünger in die Pflanze zu gießen. Die bereits betroffenen Blätter heilen zwar nicht, dafür sollten gesunde Blätter nachwachsen, sobald der Mangel aufgehoben ist.
Kalium: Pflanzen mit Kaliummangel können nichtsdestoweniger auffallend groß und schön werden. Man erkennt den Mangel an abgestorbenem Gewebe in Stängeln und Blattwerk sowie gelben Blättern.
Calcium: zu wenig Calcium sorgt für einen zu hohen pH-Wert in der Erde. Hiergegen hilft beispielsweise ein Teelöffel Kalk pro Liter Gießwasser.
Schwefel: Zu wenig Schwefel sorgt schnell für eine Gelbfärbung bei sehr jungen und kleinen Cannabisblättern. Bestenfalls hilfst du hiergegen, indem du ein wenig Bittersalz in dein Gießwasser gibst.
Magnesium: Der Mangel dieses Elements äußert sich dadurch, dass die Blätter vergilben, obwohl ihre Adern frisch grün bleiben. Oft rollen sich die Blätter nach oben hinein, was sich durch das Besprühen der Blätter mit einer Bittersalzlösung verhindern lässt.
Eisen: Frische Sprossen vergilben viel zu früh. Erkennst du Eisenmangel an deiner Pflanze, hast du in der Regel ein Problem mit Schwankungen im pH-Wert. Stabilisieren kann das ein Dünger mit Eisen.
Bor: Bor ist ein oft unterschätztes Element, welches bei einem Mangel die Gipfelsprösslinge der Cannabispflanze absterben lässt. Zuvor verfärben sich diese grau, wobei du ganz einfach mit ein wenig Borsäure hiergegen vorgehen kannst. Ein Viertel Teelöffel je Liter gilt als sinnvolle Dosis.
Zink: An Zink mangelt es ebenfalls oft und gerne den Hanfpflanzen. Ein Zinkmangel äußert sich durch weiße Stellen, die sich entlang der Blätter ausbilden. Ein alter Haushaltstrick hiergegen ist, verzinkte Nägel in die Erde einzugraben.

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